Vielleicht, wenn

„Eigentlich bin ich immer zu langsam. Renne den Ereignissen hinterher oder den schwierigen schnell davon. Eigentlich bin ich so meistens beschäftigt und ich fühle mich sicher damit, wenn auch ein bisschen gehetzt. Immer die Beine in die Hand nehmen, bevor es ein anderer tut. Manchmal beschleicht mich der Verdacht, dass ich mich von alten Schatten jagen lasse, aber ich ändere nichts daran. Auch Schatten brauchen einen Platz und wenn es dann eben überall ist, dann ist es ja auch wieder kaum zu merken, wie ein Haus, in dem alle Tapeten grün sind und dann fragt mal wer, warum eigentlich.

Ich lasse mich das nicht fragen. Überhaupt fragen sich die Menschen ja oft das, was sie erwarten und wenn dann mal einer kommt und was ganz anderes fragt, dann nennt man ihn komisch oder Schaf. Und darüber kann der sich dann auch definieren, bis ihn keiner mehr fragt, warum er eigentlich immer so ein Schaf ist oder vielleicht denkt er das ja nur von sich heimlich und merkt es nicht und vielleicht keiner. Und ganz schlimm wird es, wenn keiner mehr so weit fragt und keiner mehr was merkt, weil alle sich zum Beispiel nur um die Miete Gedanken machen und wer das nicht tut, ist dann vielleicht auch wieder ein Schaf, ein rotes vielleicht, und vielleicht hat er sich ja auch nie um die Miete geschert und merkte gar nicht, wie anders er damit war und eigentlich wäre zwischen ihnen allen ganz viel entstanden. Sie hätten gefragt und gemerkt und vielleicht sehr viel verstanden.“